Nun, das war ganz einfach.
Ich wohnte mit 19 Jahren mutterseelenallein auf einem möblierten Zimmer und verdiente nach meiner Gesellenprüfung soo wenig, daß ich mir kaum etwas außer der Reihe kaufen konnte.
Und dann hatte ich da noch meinen Bruder Klaus und die Schwägerin Wanda . . .
Beide hatten einen ganz erheblichen Einfluß auf meine Entscheidung die USA mit meinem Besuch zu beglücken.
Nun, das war im Herbst 1959.
Da fuhr man noch mit dem Moped umher und nicht mit einem Auto . . .
Die Initialzündung kam (ungewollt) von der Zeitung, die man nicht schräg halten durfte, weil sonst das Blut daraus tropfen würde (so etwas Gehässiges sagte man damals halt über dieses noch heute bestehende Blatt).
Da wurde in großer Aufmachung von einem Metallarbeiter-Streik in Detroit berichtet.
Die Arbeiter dort waren nicht mehr mit dem bestehenden Stundenlohn von 4,05 $ einverstanden und verlangten gar ganze 4,35 $ !
Bitte vergeßt nicht, daß der Dollar damals zu einem Wechselkurs von etwa 4,20 DM gehandelt wurde.
Also wollten die in Detroit damals eine Lohnerhöhung von 17,01 DM auf 17,64 DM durchsetzen!
Und ich verdiente gerade mal eben 2,37 DM in der Stunde?
Ja, in meinen Augen wurden ganz plötzlich die Dollar-Zeichen sichtbar.
Mir entfuhr ganz spontan der Spruch:
"Oooh, daß müßte man hier auch verdienen!"
Meiner lieben Schwägerin sind diese Worte - und auch die $-Zeichen in meinen Augen - nicht entgangen und sie meinte ganz trocken: "Ja, mach doch. Fahr hin."
Dann gingen die Worte wie ein Ping-Pong-Ball hin und her. Wanda stichelte, daß ich doch nur nicht genug Mumm in den Knochen hätte und mir gingen die Ausreden aus, warum ich denn nicht "rüber" könnte.
Aber der Angelhaken hatte sich in meinen Gedanken fest verfangen.
Also ging ich eines Tages zum Arbeitsamt und erkundigte mich nach Jobs in den USA.
Die Beratung war gut.
Der Sachbearbeiter sagte mir ohne zu zögern, daß das Arbeitsamt da nicht so die rechte Stelle sei, da hätten Andere bessere Verbindungen nach "drüben".
Er fragte nach meiner Religionszugehörigkeit und empfahl mir dann den St. Raphaels Verein
Die bessseren Verbindungen hätte zwar wohl die jüdische Gemeinde, aber die zuständige Stelle in der Evangelischen Kirche wäre doch wohl weniger hilfreich.
Es gab damals noch kein Internet, aber den St. Raphaels-Verein fand ich sofort im Telefonbuch.
Dort wurde mir recht schnell, kompetent und freundlich unter die Fittiche gegriffen . . . und schwupps, schon im Mai 1960 war ich "drüben".
Mir entfuhr ganz spontan der Spruch:
"Oooh, daß müßte man hier auch verdienen!"
Meiner lieben Schwägerin sind diese Worte - und auch die $-Zeichen in meinen Augen - nicht entgangen und sie meinte ganz trocken: "Ja, mach doch. Fahr hin."
Dann gingen die Worte wie ein Ping-Pong-Ball hin und her. Wanda stichelte, daß ich doch nur nicht genug Mumm in den Knochen hätte und mir gingen die Ausreden aus, warum ich denn nicht "rüber" könnte.
Aber der Angelhaken hatte sich in meinen Gedanken fest verfangen.
Also ging ich eines Tages zum Arbeitsamt und erkundigte mich nach Jobs in den USA.
Die Beratung war gut.
Der Sachbearbeiter sagte mir ohne zu zögern, daß das Arbeitsamt da nicht so die rechte Stelle sei, da hätten Andere bessere Verbindungen nach "drüben".
Er fragte nach meiner Religionszugehörigkeit und empfahl mir dann den St. Raphaels Verein
Die bessseren Verbindungen hätte zwar wohl die jüdische Gemeinde, aber die zuständige Stelle in der Evangelischen Kirche wäre doch wohl weniger hilfreich.
Es gab damals noch kein Internet, aber den St. Raphaels-Verein fand ich sofort im Telefonbuch.
Dort wurde mir recht schnell, kompetent und freundlich unter die Fittiche gegriffen . . . und schwupps, schon im Mai 1960 war ich "drüben".
Die Überfahrt auf der Hanseatic kostete mich 189 Dollar; genauer gesagt, der St. Raphaels-Verein gab mir dafür einen entsprechenden Kredit.
Von Cuxhaven ging es via South Hampton nach New York.
Von dort ging es nach 3 Tagen mit einem TurboProp weiter über Chicago nach Burbank (Los Angeles).
Frank, der vor 3 Jahren auf dem gleichen Weg wie ich nach Los Angeles gekommen war, holte mich ab
Von Cuxhaven ging es via South Hampton nach New York.
Von dort ging es nach 3 Tagen mit einem TurboProp weiter über Chicago nach Burbank (Los Angeles).
Frank, der vor 3 Jahren auf dem gleichen Weg wie ich nach Los Angeles gekommen war, holte mich ab
Dieser Eintrag ist noch nicht fertig, es geht hier demnächst weiter . . .
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